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+duke99+

Gelehrter
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Statsdefizite versus Gewerkschaft, 08.02.2012 17:05
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Nun steuern wir also langsam in die Endphase der "Integration" zu, die die EU-Euphoriker in ihrem blinden Gehorsam gegenüber den Eliten, die gezielt die öffentliche Meinung zu manipulieren versuchten, fürchten, wie der Teufel das Weihwasser. Allen Beteuerungen und Schönredereien zum Trotz haben die diversen Rettungspakete, vorläufig einmal nur auf Griechenland bezogen, nichts gebracht. Es läßt sich mittlerweile immer schwerer leugnen, dass ein Bankrott dieses an sich schönen Urlaubslandes, unausweichlich ist. Es sei denn, die EU-Politiker spielen weiter auf Zeit und finanzieren den Griechen die fällig gewordenen Staatsanleihen vorläufig weiter. Das wird aber an der Ausgangslage nichts ändern, ausser, dass das mit immer neueren aberwitzigen Aufstockungen und diversen Hebeln des ESM ein Faß ohne Boden wird und die Staatsdefizite der wenigen Nettozahler weiter anwachsen werden. Für konjunkturstützende Maßnahmen im eigenen Land bleibt dann logischerweise kein Geld mehr übrig. Da diese Garantien schlagend werden, wird unser Defizit trotz aller Sparpakete weiter anwachsen. Von der Konjunkturseite droht uns auch Ungemach,weil durch die diversen Schröpfungsmaßnahmen und unzureichenden Lohnerhöhungen große Reallohnverluste entstanden sind - besonders bei den öffentl. Bediensteten. Die sinkenden Umsätze werden auch durch Preissteigerungen nicht mehr wettgemacht werden können, da dieses Spiel mittlerweile ausgereizt ist. Man sollte meinen, dass speziell in solchen Zeiten die Gewerkschaften sich mit aller Macht dagegenstemmen. Bei einigen Teilgewerkschaften war auch durchaus so etwas Ähnliches wie Widerstand zu bemerken. Bei der GdG wurden wir jedoch eines Besseren belehrt. Wie in den vergangen Jahren üblich, waren und sind sie ein willfähriger Erfüllungsgehilfe des Dienstgebers und allzeit bereit, politisch angeordneten "Einflüsterungen" ohne Wenn und Aber ihren Sanktus zu geben - leider immer zum Nachteil der Dienstnehmer. Von mittlerweile in eigenen Parallelwelten lebenden Politikern ist für uns Arbeitnehmer auch keine Unterstützung zu erwarten. So sind nur mehr Schröpfungsaktionen von Pensionisten und öffentl. Bediensteten ein Thema. Von anderen Einsparungen wird, falls überhaupt, nur mehr am Rande etwas erwähnt. Steuerliche Maßnahmen, die Besserverdiener und Selbständige betreffen würden, sind aus dem Gedächtnis unserer an Alzheimer erkrankten Politiker plötzlich verschwunden. Falls sie doch kurz ein Thema in den Medien sind, heißt es reflexartig sofort wieder: a) steuerliche Maßnahmen gegen Selbständige vernichten Arbeitsplätze b) gegen unselbständige Bestverdiener bringen sie nichts, da es zuwenige davon gibt.. Nach dieser Logik wäre es besser, diese beiden Gruppen überhaupt von jeglicher Steuerbelastung zu befreien, denn dann würden ja Unmengen von Arbeitsplätzen geschaffen und die Administration, die mit der steuerlichen Berechnung und Einhebung verbunden ist, könnte drastisch reduziert werden. Im Endeffekt läuft es wieder darauf hinaus, dass man denen, die sich am wenigsten wehren können, einen "Haircut" verpassen wird, um ein neu kreiertes Modewort, das im Rahmen der Staatsschuldenkrise geschaffen wurde,zu verwenden. Es besteht jedoch die berechtigte Gefahr, dass sich bei weiterem Fortschreiten der Demontage von mühsam über Jahrzehnte erkämpften Errungenschaften und immer weiteren finanziellen Einbußen immer mehr Arbeitnehmer fragen, welche Daseinsberechtigung Gewerkschaften heutzutage noch haben, wenn sie nicht bereit und willens sind, Kampfmaßnahmen zu ergreifen. Duldung von Gehalts- und Sozialabbau und nachträgliches Schönreden unserer Beschwichtigungshofräte werden auf Dauer zu wenig sein, um weitere Austrittswellen hintanzuhalten.
Geändert von +duke99+ am 8.Feb.2012 17:44 |
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 11:03
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http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=YigXjTKPGF0
Wir sind schon längst alle Verkauft und Verraten. |
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einerdersweis


Konsul
1801 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 11:17
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und was tun wir dagegen?
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falcolight

Siedler
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 12:24
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Was tun wir dagegen - ist wohl die falsche Frage. Die richtige Frage ist: Wer ist denn bereit etwas zu tun? Und wieviele Mutige sind darunter? Und wenn es eine Antwort auf diese zwei Fragen gibt, dann sage ich Euch was zu tun ist.
falcolight. |
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einerdersweis


Konsul
1801 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 12:36
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Ich befürchte, Deine Antwort wird verlossen bleiben. |
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falcolight

Siedler
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 13:22
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Da bin ich bei Dir. Hier findet nicht einmal Jesus zwölf Apostel. Deshalb werden wir die Rechnung zahlen - die uns bereits ausgestellt wird. Harren wir der Dinge die da kommen mögen. Regungslos. Vertreten von warmen Brüdern, die nicht einmal unsere Sprache sprechen. Wir haben es nicht anderes verdient.
falcolight.
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+duke99+

Gelehrter
103 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 18:34
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Ich möchte hier einmal ganz allgemein die Frage in den Raum stellen, mit welcher rechtlichen Begründung von den Vertragsbediensteten ein "Arbeitsplatzsicherungsbeitrag" eingehoben werden soll? a) sind die Arbeitsplätze der VB alles andere als sicher, da die vielen jährlichen Kündigungsversuche seitens des Unternehmens eine andere Sprache sprechen b) wir sowieso über die Sozialversicherungsabgaben eine Arbeitslosenversicherung zu berappen haben. Rechtlich ist das meines Erachtens sowieso nicht haltbar und reine Willkür und Geldbeschaffungsaktion. Auch, was die geplante Abschaffung von Biennalsprüngen anbelangt, bin ich der Meinung,, dass dies ein unzulässiger rückwirkender Eingriff in arbeitsrechtliche Konditionen darstellt. Bei unserem Eintritt in die Firma haben die meisten von uns bewusst ein niedrigeres Gehalt in Kauf genommen, da es ein Bestandteil unserer Besoldungsverordnung war, alle 2 Jahre einen zusätzlichen Gehaltssprung (der nebenbei bemerkt mit etwa 22 € brutto ein besseres Almosen darstellt) dafür als Ausgleich zu bekommen. Bei den jährlichen Gehaltsverhandlungen werden wir sowieso Jahr für Jahr über den Tisch gezogen, Zulagen wurden gekürzt oder praktischerweise gleich abgeschafft. Die nächste Abrechnung nach dem Sommerurlaub sollte man sich besser nicht ansehen, da sonst Weinkrämpfe und akute psychische Störungen bis hin zu fatalen Existenzängsten drohen. Die Sechstel-Grenze hat sich aufgrund der Durchrechnungszeiträume praktischerweise auch gleich marginalisiert. Wir wurden bzw. werden fortlaufend immer mehr betrogen. Ich frage mich, warum es nicht möglich ist, ein Protestschreiben, unterzeichnet von allen !!! Dienstnehmern unseres Unternehmens an die Gewerkschaft und unsere roten Freunde im Parlament und in der Stadtregierung zu übermitteln. Vielleicht können falcolight, Gerhard Eder und ich dieses formulieren und für die Zusendung sorgen. Falls jemand andere Vorschläge zu einer konstruktivfen Vorgehensweise hat, möge er sie bitte ins Forum stellen. "Get up, stand up for your right", from Bob Marley
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Gerhard Eder
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 20:15
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Ich sehe das genau so. Zu den Beamten möchte ich noch sagen: "Die zahlen sowieso schon einen Pesionssicherungsbeitrag der sich gewaschen hat." Klar sollten wir mit einer Aktion nicht alles so hinnehmen wie ein Opferlamm. Die Einkommen sanken in den letzten 10 Jahren um 14% - dank der ständigen Abschlusse unter der Inflationsrate. Es wundert mich nur sehr, dass die Bediensteten das so ohne größeres Murren hinnehmen. Ein Grund dafür kann sein, dass sie gar nicht verstehen wollen, was da vor sich geht. |
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+duke99+

Gelehrter
103 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 09.02.2012 23:55
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Danke für die Antwort, lieber Gerhard, wir sollten jetzt wirklich Taten setzen und uns konkret mit der Idee eines Protestschreibens auseinandersetzen. Ich werde mich spätestens nächste Woche mit "falcolight" treffen und wir beide werden gemeinsam versuchen, einen Entwurf zu skizzieren, wie ein solches Schreiben inhaltlich aussehen könnte. Da Du, lieber Gerhard, rechtlich sehr gut beschlagen bist und Deine Gedanken gut strukturiert zu Papier bringen kannst, wäre es nett und hilfreich, wenn Du, falls Du Zeit und Lust hast, auch einen Entwurf niederschreiben würdest und wir diese dann abgleichen und zusammenfassen können. Das gilt übrigens auch für alle anderen regelmäßigen User dieses Forums. Je mehr Vorschläge, desto mehr Aspekte und Sichtweisen können eingebracht werden. Ob es etwas bewirken wird, werden wir sehen. Wir haben dann zumindest einmal einen Anfang gemacht und können uns nicht vorwerfen, immer nur im Forum Kritik zu üben, ohne aktiv zu werden. In der Außenwirkung wird auf jeden Fall einmal der Eindruck entstehen, dass für uns Bedienstete jetzt ein Punkt erreicht ist, an dem wir nicht mehr willens sind, alles kommentarlos und ohne Widerstand zu schlucken und da jeder von uns auch eine Wählerstimme zu vergeben hat, werden vielleicht einige dieser abgehobenen Bonzen ein bißchen zu überlegen beginnen.
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 10:24
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Die Firmen und Politiker rechnen schon längst das sich das Volk die Einschnitte nicht mehr lange gefallen lassen wird. Darum wurden ja EU-weit einige Gesetze dahingehend abgeändert um in dem Fall sofort zuschlagen zu können. Z.B. Gesetzesänderung von Öffentlichen Aufrufen gilt jetzt auch im internet und ab einer Personengruppe von, bin mir nicht ganz sicher glaube 10 Personen, ab da kannst schon wegen Volkverhetzung oder dem Berühmten Terrorparagraphen, angeklagt werden. In USA rüstet man die Polizei mit Millionenaufwand mit schwerem Militärmaterial aus. Bliebe nur der Stumme Protest entweder alle legen die Arbeit nieder oder Massensuizid, wenn sie kein Volk mehr zum ausnehmen haben na da würden sie schön blöd schauen. Allerdings in unserer Kultur leider undenkbar. Mir als Buddhist würde es egal sein da ich an den freien Willen glaube und der beinhaltet auch, das ich mein Leben beenden kann wann immer ich will. Nur die Gläubigen Christen haben Angst vor der Hölle, Spirituelle Menschen sind schon durchgegangen. |
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beobachter
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 10:46
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@ DerAusDemWald
Bliebe nur der Stumme Protest entweder alle legen die Arbeit nieder
... oder Massensuizid,
wenn sie kein Volk mehr zum ausnehmen haben na da würden sie schön blöd schauen. Allerdings in unserer Kultur leider undenkbar.
Mir als Buddhist würde es egal sein da ich an den freien Willen glaube und der beinhaltet auch, das ich mein Leben beenden kann wann immer ich will.
Hat sich das Forum jetzt endgültig zu einem
Freakforum
degradiert ?
an DerAusDemWald Du solltest zum Arzt gehen, am besten zu einem Neurologen, dir Hilfe bei deinen Problemen suchen. |
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+duke99+

Gelehrter
103 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 11:11
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@DerAusDemWald Dass im Falle eines (auch gewaltlosen) Aufstandes - das könnten punktuelle Streiks sein, aber auch bis zum Generalstreik eskalieren - die Politiker versuchen würden, diesen auch gewaltsam zu beenden (offizielle Begründung: Infrastruktur und öffentl. Einrichtungen müssen funktionieren), und sei es auch nur mittels Anlassgesetzgebung, ist klar. Aber deswegen von vorne herein zu resignieren und gar nicht erst zu versuchen, eine Verbesserung zu erzielen, würde eine Kapitulation bedeuten und letztendlich erst recht ein immer weiteres "D‘rüberfahren" über die Arbeiterklasse, verbunden mit persönlichen Einschränkungen durch adaptierte Gesetze. Als nächstes könnte eventuell das Demonstrationsrecht fallen, da ja sonst die Staatssicherheit gefährdet wäre, in weiterer Folge könnte das Streikrecht eingeschränkt oder sogar aufgehoben werden bis dann irgendwann das Verbot des Rechts auf freie Meinungsäußerung folgen würde. Bespitzelungen und Vernaderungen wären dann der nächste Level auf der Eskalationsstufe. Wem das etwas bekannt vorkommt, der liegt mit seinen Vermutungen vielleicht gar nicht so falsch. Dass eine kleine Gruppe bestimmt, was gut oder schlecht, richtig oder falsch ist, bedeutet genaugenommen eine starke Einschränkung der Demokratie. Ich könnte es auch drastischer ausdrücken, aber es weiß wahrscheinlich jeder, was damit gemeint ist. Ich glaube aber, dass Du mit Deiner Meinung gar nicht so falsch liegen dürftest und dass für den Fall der Fälle bereits Masterpläne existieren, die dann nur mehr der praktischen Umsetzung bedürfen. So nebenbei bemerkt ist die EU so ziemlich die undemokratischste Vereinigung, die mir auf Anhieb einfällt. Eine Elite von Politikern, Technokraten und Ideologen (deren Gesinnung für die Masse der Menschen leider nichts Gutes erwarten läßt) herrscht in aristokratischem Stil über Hunderte Millionen Bürger. Das wäre ja an sich per se noch nichts Schlechtes. Doch die Kluft zwischen den Regierenden und den "gewöhnlichen" Bürgern ist mittlerweile so groß geworden, dass sie sich in die dringlichen Probleme der Menschen gar nicht mehr hineinversetzen können, da sie ja mit dieser Problematik gar nicht mehr in Berührung kommen. Früher hatte ein Politiker ein normales Vorleben, bevor er eine politische Funktion übernommen hatte, daher wurden politische Entscheidungen auch mit der nötigen Bodenhaftung und Augenmaß diskutiert und getroffen. Die heutige Politikergeneration kommt großteils von den Unis direkt in die Kaderschmieden der Parteien und begleitet dann postwendend politische Ämter mit all den (finanziellen) Annehmlichkeiten, die so ein Job mit sich bringt. Sie können sich daher gar nicht vorstellen, was es für einen Durchschnittsbürger bedeutet, wenn die Hälfte seines Gehalts bereits für Wohnungskosten verplant ist, wenn Fixkosten des täglichen Lebens mittlerweile so hoch sind, dass Arbeitslosigkeit des Partners gravierende Probleme aufwirft, wenn Krankheit und Arbeitslosigkeit ein Abdriften unter die Armutsgrenze bedeuten. Es ist offensichtlich, dass durch immer weitere Belastungen der arbeitenden Mittelschicht dieser langsam die finanzielle Grundlage entzogen wird. Jetzt darauf nicht zu reagieren wird sich in einigen Jahren rächen und Auswirkungen zeigen, mit denen wir besser nicht konfrontiert werden sollten. Denn falls der Verdienst einmal nicht mehr reichen sollte, um Grundbedürfnisse wie Wohnen, Nahrung und Behandlungskosten im Falle von Krankheit zu finanzieren, dann ist Feuer am Dach.
Geändert von +duke99+ am 10.Feb.2012 11:49 |
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einerdersweis


Konsul
1801 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 11:38
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Resignation wäre in der Tat ein schlechter Ratgeber. Das wird ja mitunter miteinkalkuliert. Es freut mich aber zu lesen dass doch mehr als 2 Leute meine mahnenden Worte in den teils oft längeren Statements (betreffend Rechte ---noch haben wir Möglichkeiten - Wahl, ---> noch dürfen wir wählen usw), zur Kenntnis nehmen bzw ähnlicher Meinung sind. Betreffend "Freakforum" werter @beobachter, möchte ich schon auch zu denken geben dass nicht jeder mit Gottesvertrauen gesegnet ist und immer und überall der Meinung ist dass sich alles von selbst regelt. Leider findet man in unserer Gesellschaft immer mehr Leute die gar keine Perspektiven mehr haben bzw sich nur noch den Dingen ergeben. Und DAS mein lieber @beobachter ist die Saat für weit Furchtbareres. Ein Volk zu führen welches entweder dumm, sich ergebend oder resignierend ist, ist ein Leichtes. Ein Leichtes für einen "neuen Führer" inkl dem gewissen Anhang. So sinnlos (nicht abwertend oder geringschätzend gemeint) das Statement von @DerAusDemWald in diesem Zusammenhang ist so nachdenklich muss uns aber so ein Post machen. Jenen Menschen unter uns die eventuell bereit bzw die Alternative in einem Suizid zu finden glauben, müssen wieder motiviert werden die Probleme mit anderen Mitteln zu lösen. Ein passiver Widerstand wirkt nur in einer sensiblen und moralischen Gesellschaft. In einer Gesellschaft wo nur nach Macht und Profit zulasten der Mehrheit gesucht wird, sind passive Widerstände nur willkommen. Dieser wird bestenfalls ignoriert. Obwohl wir sicher noch weit weg von Revolutionen sind wäre es doch angebracht endlich den Willen des Volkes klar zu machen. Die grösste Herausforderung dabei ist aber nicht die Umsetzung sondern vielmehr die Erlangung einer Einigkeit. Diese Einigkeit ist derzeit so unnah wie eine Rettung unseres Systems. Es steht zu befürchten dass die "Einigkeit" dann antritt wenn es zu spät ist, wenn durch Massnahmen sämtliche jetzt noch gültigen Rechte ausser Kraft gesetzt werden und nur noch eine Gewaltorgie zum Resuldat führt. Es ist ein Wettlauf mit der Zeit welche Kräfte als erster durch "Ziel" laufen....... |
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+duke99+

Gelehrter
103 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 11:47
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@einerdersweis Dem stimme ich auf Punkt und Beistrich zu. Kleiner Nachtrag, soeben über den Newsticker gekommen; leider keine Quellenangabe dabei, somit kann der Wahrheitsgehalt nicht verifiziert werden.
"Griechische Polizeigewerkschaft droht mit der Festnahme der Troika-Kontrollore" mit der Begründung, dass durch die geforderten harten Sparmaßnahmen versucht wird, die demokratische Ordnung zu stürzen und die nationale Souveränität zu verletzen.
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 12:33
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Zitat:Denn falls der Verdienst einmal nicht mehr reichen sollte, um Grundbedürfnisse wie Wohnen, Nahrung und Behandlungskosten im Falle von Krankheit zu finanzieren, dann ist Feuer am Dach. Zitat Ende
Level erreicht Frau hat es gewagt Krebs zu bekommen von WiLi gekündigt. 14 Monate Pension überlebt, also entpensioniert, jetzt ausgesteuert, also Hausfrau ohne einkommen und die aussicht auf keine Pension da ja die letzten 10 Jahre hergenommen werden. Falls sie das Alter überhaupt erleben darf. Ich vom Fahrdienst weg wegen Bandscheiben operation 2 Jahre Leichtdienst, jetzt Büro. Von ca. 3500.- Familieneinkommen innerhalb von 2 Jahren auf 1500.- da hast nicht viel Zeit zum Ausgaben evaluieren. Und keine Sorge ich habe nicht resigniert, nur meine Lebensumstände angepasst. Ich bin jetzt unabhängig von Strom und sonstigen Konsumverpflichtungen. Jetzt lebe ich zu 90% von Lebensmittel aus dem eigenen Garten bis hin zum Getreide. Beleuchtung im Haus auf 12 Volt umgestellt und die wird von Solarkollektoren versorgt. Heizung, Warmwasser, Kochen, HotWhirlpool alles mit Holz ohne irgenwelche Pumpensysteme.
@Beobachter ich habe keine Probleme mehr, die habe ich alle schon lange hinter mir gelassen. Probleme haben nur die die noch immer Angst vor der Zukunft haben und nicht Selbstdenkend sind sondern mit dem Mainstream mitschwimmen und glauben ohne Geld geht die Welt für sie unter.
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 12:59
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Bliebe nur der Stumme Protest entweder alle legen die Arbeit nieder "oder Massensuizid, wenn sie kein Volk mehr zum ausnehmen haben na da würden sie schön blöd schauen". |
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 13:03
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aha warum hat der jetzt einen Teil meiner Antwort verschluckt?
Bliebe nur der Stumme Protest entweder alle legen die Arbeit nieder "oder Massensuizid, wenn sie kein Volk mehr zum ausnehmen haben na da würden sie schön blöd schauen".==war ironisch gemeint. Allerdings habe ich auch mit Suizid keine Probleme, wen meine Frau oder wer auch immer meint ersie will dieses Leben nicht mehr dann akzeptiere ich das voll und ganz und das selbe recht nehme ich auch für mich in anspruch.
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falcolight

Siedler
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 13:08
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@DerAusDemWald
Bis auf die Idee mit dem Massensuizid bin ich sehr begeistert von Deinen Ideen.
Kann ich Dir irgendwie helfen? Persönlich meine ich?
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falcolight

Siedler
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 13:36
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wilhelm.reisenhofer@chello.at
schicke mir nur Deine Bankverbindung Anonymität garantiert. |
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einerdersweis


Konsul
1801 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 13:37
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Anhand von @DerAusDemWalds Beispiel erkennt man sehr schnell wie scheinheilig und vor Allem für den Ar... dieses, user System ist. Solange Du im Hamsterrad 90 % Deiner Leistung für den Geldadel leistest, bis du relativ abgesichert. Sobald ein Schicksalsschlag ausholt bist in Sphären angesiedelt wo es ums nackte Überleben geht. Auch wenn es anderswo vielleicht noch tragischer ist - aber wir wollen ja nicht das absolute Null Limit als Beispiel nehmen. Aber auch wenn man "kerngesund" ist und vielleicht aufgrund moralischer Bedenken nur "selbst Erschaffenes" ernten möchte, nagt man als "Arbeiter" eher nur am Existenzminimum entlang. Natürlich will uns die Geldelite suggerieren dass man ja immerhin ein Auto, ein Dach übern Kopf und ein Handy besitzt und das bereits Luxus bedeutet. Ich bezweifle jedoch den Sinn des Lebens darin zu sehen möglichst 45 Jahre für Peanuts zu schaffen während man zusieht dass einige Wenige auch ohne irgendeiner gesellschaftlichen Leistung mit einem 10000 fachen des eigenen "Wohlstands" einen Tag nach dem Anderen dahinparasitieren und auch noch gleichzeitig die Lebensphilisophie diktieren. Leistung muss sich auszahlen und muss zu einem Wohlstand führen. Dabei ist zu beachten dass auch Mitmenschen die keine Leistung bringen KÖNNEN (abgegrenzt von WOLLEN) ebenso ein angenehmes Leben ermöglicht wird. Dafür gebe ich gerne einen Teil menes Lohnes ab. Die Perversion die wir allerdings zu überleben haben schlägt in eine andere Kerbe. Die wirklich Fleissigen werden wie Vieh gemolken und wenns krankt dann ab zur Schlachtbank. Leider sind wir aber selbst schuld, denn diesen Zustand "erlauben" wir derzeit nur. Teils aus Bequemlichkeit teils aus Blödheit und Feigheit. Möglicherweise würde man selbst nicht anders handeln wenn man eine Herde "hat" die sich alles gefallen lässt und dankabr ist dass es nicht noch schlimmer kommt. |
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 13:48
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@falcolight Danke für das Angebot aber das würde mein falsch verstandener Stolz nicht zulassen 
Ausserdem wen man sich mal losgesagt hat vom Zwang lebt es sich ohne Handy, Auto, Fernseher, ect. viel besser man hat plötzlich Zeit für die Wesentlichen Dinge im Leben. Kann von mir behaupten lebe Glücklich und zufrieden. Auch wen das wie abgedroschener kitsch klingt ist aber so. Kann man leider niemand der noch im Hamsterrad ist begreiflich machen, muss jeder selbst erleben.
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falcolight

Siedler
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 14:04
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Beeindruckend. Solltest Du es Dir einmal anders überlegen - mein Angebot steht nicht nur heute. Stolz ist nicht immer ein guter Ratgeber. NACH OBEN HIN SCHON - aber nicht unter uns.
@einerdersweis:
sehr gute und richtige Beiträge von Dir. Respekt!
@ +duke99+
Du bist ohnehin mei Bua.
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+duke99+

Gelehrter
103 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 16:46
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@ einerdersweis Deine Beiträge begeistern mich immer mehr. Ab in die Politik mit Dir.
@ falcolight Danke Papa. Ich weiß Dein Kompliment zu schätzen. L. G.
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axel zucker
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 20:08
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Geschätzte Kollegen ! @ DerAusDemWald Kompliment ! Traurig an dieser Sache ist aber der Umstand , diese Erfahrungen anhand persönlicher Schicksalsschläge gemacht zu haben . Und Du kannst mir glauben , ich weiß , wovon ich hier schreibe . @ duke , falcolight , einerdesweis ,..... Ihr beschreibt immer wieder , dass sich die Menschen wie Lemminge verhalten . Das ist korrekt . Aber ebenso die Tatsache , dass es uns hier ( noch ) wesentlich besser geht , als vielen anderen Ländern . Wenn sich also die stimmberechtigten Wähler auf dieses Fiasko einlassen wollen - na Bitte . Alle raunzen , unisono wird erklärt , wie schlecht u. böse alles ist . Auch ich gehöre oft zu dieser Gruppe . Bei alldem vergessen wir aber einen wesentlichen Bestandteil dieses Szenarios : wir haben sie selbst gewählt . Viele aus diesem Forum nicht , jene , die lesen u. schreiben können auch nicht . Aber jene , denen alles versprochen wurde ? An dieser Stelle sei es mir erlaubt , G.B.Shaw zu zitieren : Demokratie ist ein Verfahren das garantiert , dass wir nicht besser regiert werden , als wir es verdient haben . Was sagt uns dieses Zitat ? Wir haben alle gewählt , unseren Senf zur Politik abgegeben . Im Glauben , das Beste für uns und unser Land gegeben zu haben . Nur : hätte man vorher so manches Wahlpamphlet GELESEN , hätte die Stimmauszählung etwas anderes ergeben . Und da liegt der Hund begraben : aus purer Bequemlichkeit wählt man xy , aus Protest zz , aus alter Tradition irgendwas . Damit sollte Schluss sein . Wieder nach G.B. Shaw : die Politik ist das Paradies zungenfertiger Schwätzer . Und in diesem Falle ist die Zungenfertigkeit nicht nur auf Cunnilingus beschränkt . Es wachen keine Leute auf die sagen : He ihr Penner , ihr habt uns beschi++en ! . Es wurde uns eigentlich etwas anderes versprochen . Genauso wie in der Politik ein " Evaluieren " der Positionen normal wurde , sollte sich diese " Wendehalspolitik " auch der gemeine Bürger zueigen machen . Um damit die " herrschende Kaste " aus den Ämtern zu jagen u. für diejenigen zu stimmen , die es ernst meinen . Alleine : wo sind diese Geister , die ich vergeblich rief ? Ist da jemand ? Oder werden die engagierten Männer u. Frauen künstlich im Koma gehalten , um den etablierten Genossen u. Günstlingen nur ja ihren Platz nicht streitig zu machen ? Hier besteht dringender Aufklärungsbedarf . Ich werde hiermit eine Eingabe bei Aktenzeichen xy veranlassen . Zum Abschluss : es liegt in der Seele der Österreicher , sich über vieles zu beschweren , dennoch aber nix zu unternehmen . Und genauso , wie es große Erfinder dieses Landes spürten , so geht es heute den Weisen - sie stehen und rufen . Aber aus falsch verstandener Bequemlichkeit u. Intoleranz hört den Weisen u. Belesenen keiner zu . Jeglicher Versuch die Menschen aufzuwecken , scheiterte im Ansatz . Weil jeder , der sein Schnitzel am Tellerchen hat u.DSDS schauen kann zufriedener ist , als die , die er in den Nachrichten sieht . Axel |
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+duke99+

Gelehrter
103 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 20:47
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@ axel zucker Hi, lieber axel. Ich gebe Dir in sehr vielem recht, nur gibt es leider keine Alternative (zumindest keine wählbare) auf politischer Ebene. Die wenigen Warner, die schon vor etlichen Jahren auf politische und wirtschaftliche Fehlentwicklungen hingewiesen haben, wurden immer als Spinner, politische Sonderlinge, Kommunisten, Linkslinke etc bezeichnet. Heute stehen wir vor vollendeten Tatsachen, da die Auswirkungen dieser Art von Politik bereits für jeden von uns spürbar geworden sind. Je nach persönlichem Umfeld und finanziellem Background für einen mehr, für den anderen weniger. Ich kenne in meinem Umfeld niemanden, dessen Lebensumstände sich im finanziellen Bereich verbessert hätten und das nur mit österreichtypischer Mentalität des Raunzens zu erklären, erscheint mir zu oberflächlich.Wir haben uns, einmal die Mühe gemacht, bei unserer wöchentlichen Männerrunde, in der auch gerne mal philosophiert wird, dieses Klagen auf angeblich hohem Niveau zu hinterfragen und siehe da, als wir unsere unbedingt notwendigen Aufwendungen fürs tägliche Leben addierten und dem Verdienst gegenüberstellten, hatten alle Einbußen zu beklagen (und das über einen realtiv kurzen, überschaubaren Zeitrahmen von etwa 5 Jahren). Wenn man dann noch berücksichtigt, dass auch schon damals die Preise für den Lebensunterhalt gegenüber jenen zu Schillingzeiten deutlich gestiegen waren, wird erst deutlich, dass uns die Karotte vor der Nase jedes Jahr um 10 cm weiter entfernt weggehalten wird. Oskar Lafontaine, Gregor Gysi, Sarah Wagenknecht und viele andere sind in meinen Augen keine Spinner, sondern Menschen wie Du und ich, die sich noch einen gesunden Menschenverstand bewahrt haben und die Auswüchse dieses Systems kritisieren. Aber, wie Du selbst richtig bemerkt hast, es ist halt bequemer, nach einem anstrengenden, oft unbefriedigenden Arbeitstag und einem aufgestauten Frustpotential sich vor die Glotze zu setzen und kritiklos TV-Junk-Serien reinzuziehen. Viele haben auch Angst davor, sich der Realität zu stellen, denn das würde meist bedeuten, Konsequenzen ziehen zu müssen und sein Leben neu zu ordnen (beruflich wie privat). Ich nehme mich davon nicht aus und will hier auch nicht den Oberlehrer spielen. Es ist halt menschlich, den Weg des geringsten Widerstandes zu gehen, solange es noch irgendwie geht. Wenn wir einmal in einer Sackgasse mit dem Rücken zur Wand stehen, dann werden die Karten neu gemischt mit all den negativen Konsequenzen, die sich daraus ergeben werden (hoffentlich auch positive).
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axel zucker
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 10.02.2012 22:11
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@ duke Zum ersten Absatz : leider muß ich Dir beipflichten . Schon vor Jahren habe ich die Politiker verurteilt und ihnen reines Machtdenken unterstellt . Wählbare Alternativen gab u. gibt es kaum ( Koma ? ) . Trotzedem : solange der soziale Frieden nicht kippt und sich die öffentl. Ordnung hält , wird sich nix tun . Zum zweiten Absatz : es gibt genug helle Köpfe , die ich persönlich aber lieber aus Österreich zitieren würde . Gysi , Wagenknecht u. Konsorten sind beileibe keine Hohlköpfe , dennoch sind sie eben Piefke . Fiedler , Felderer und unsrige sind mir lieber , da sie sich mit unseren Gepflogenheiten besser auskennen und ebenso profunde Kenner der versch. Materien sind . Ob die Karten neu gemischt werden ? Naja , wir werden sehen , was die Zukunft bringt . Ich persönlich glaube nix gutes . Denn eine abgehobene Kaste unterstellt den Menschen noch immer , für sämtliche Angelegenheiten zu blöd zu sein . Siehe Teuro , Griechenland , langsamer Verfall der demokrat. Einrichtungen , Einschnitte im Demonstrationsrecht ,etc. , etc. . Alles Dinge , die Durchschnittsbürger schon vor Jahren gesehen haben - und dafür als Spinner diskreditiert wurden . Na - mal sehen . Axel |
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einerdersweis


Konsul
1801 Beiträge
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 11.02.2012 11:04
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Die Anerkennung freut mich natürlich, auch weil diese einem höheren Niveau entspringt, aber leider bringt uns auch nicht weiter. Es bedarf wie schon öfters bekundet den Lemmingeffekt um massgeblich die Richtung zu ändern. Vielléicht macht es doch Sinn unsere "Geheimkaste" im grösseren Stil zu pflegen und vermehrt Treffen mit Denkern zu organisieren und Massnahmen zu ergreifen
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DerAusDemWald
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 11.02.2012 11:37
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axel zucker:
Traurig an dieser Sache ist aber der Umstand , diese Erfahrungen anhand persönlicher Schicksalsschläge gemacht zu haben . Und Du kannst mir glauben , ich weiß , wovon ich hier schreibe .
Anders geht es nicht der Mensch ist so programmiert das er nur aus der Not lernt. Wichtige Erfindungen, Entdeckungen sind immer nur im Krieg gemacht worden oder während Epidemien. Es sind schon ganze Völker ausgestorben weil es bei ihnen keine Kriege und Krankheiten gab. Somit konnten die sich nicht weiter entwickeln. |
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axel zucker
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 11.02.2012 19:19
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Geschätzte Kollegen , geneigte Leser ! @ DerAusDemWald Man sagt nicht umsonst , der Krieg sei der Vater aller Dinge . @ einerdersweis Zuerst einmal : Danke ! Zur " Geheimkaste " : In diesem speziellen Fall haben unsere Freunde falcolight & duke recht . Eine Kampagne zu starten , um manchen Zeitgenossen etwas " näherzubringen " wäre sicher die beste Möglichkeit . Diese Idee ist aber leider 1. mit enormen Kosten verbunden 2. mit enormen Zeitaufwand vebunden 3. wahrscheinlich nur von mässigem Erfolg gekrönt . Ad 1. : Ein Inserat in einer Zeitung kostet Unmengen . Ausserdem wäre es notwendig , die Farbe eines Blattes im Auge zu haben . Ad 2 . : Der Zeitaufwand für eine " Information " der Menschen , ihnen den Betrug , die Machenschaften , den schleichenden Verlust der Demokratie usw. nahezubringen , übersteigt jegliche Grenzen . Denn im krassen Gegensatz zu den " herrschenden " Politikern sollte man in so einem spez. Fall auch die Zeit haben , den Menschen etwas zu erklären . Sonst wäre es derselbe Beschiss wie auf einer Wahlk(r)ampfparty . Gegen dieses Unterfangen wäre Gewerkschaftsarbeit wie ein KIndercamp . Ad 3 . : Der mäßige Erfolg wahrscheinlich deswegen , da die Menschen durch jahrzehntelangen Beschiss einfach müde und mürbe wurden . Wenn Dir , als denkendem & mündigem Leser ewig etwas vorgelogen wird , Du um eine Menge Kohle beschissen wurdest und trotzdem das Werkl am laufen hältst , was bist Du dann ? Ein Masochist , ein Idealist oder schlicht nur dumm ? Jeder hat seine Beweggründe , jeder geht unterm Strich für sich selbst arbeiten . Traurig ist , dass im Laufe der Zeit sich viele Dinge entwickelten , wie sie sich niemals entwickeln hätten dürfen . Diese vielen Dinge den Menschen nahezubringen ist schier ohne Erfolgschancen . D.h. in weiterer Folge , dass die Information der Menschen Vorrang haben müsste . Zeitgleich wäre aber ein Einstieg in die Politik nötig , um die hohen Herren mit unangenehmen Fragen zu konfrontieren . Zumindest einen Fuß in der Türe zu haben . Damit zeigt man gleich einmal Biss . Das wären - nach meinem bescheidenem Dafürhalten - die ersten Schritte . Ich gebe allerdings zu bedenken : Ehrlichkeit u. Tranparenz müssten gewährleistet sein . Nix " Marktschreierisches " darf verwendet werden . Im Gegensatz zu den Politikern muß alles korrekt ablaufen . Helle Köpfe gibt es hier auch genug . Man muß sie nur richtig einsetzen . Schliessen möchte ich wieder mit G.B. Shaw : " Wenn Du damit beginnst , dich für die aufzuopfern , die Du liebst , wirst Du damit enden die zu hassen , denen Du dich aufgeopfert hast ." Axel |
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Gerhard Eder
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RE: Statsdefizite versus Gewerkschaft, 11.02.2012 19:25
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Ich mag schon gar nicht mehr darüber schreiben, da es nur die lesen die was im Stübchen haben. Anmerken möchte ich doch noch, dass diese Griechesparpaket uns Österreichern bislan 15 Milliarden Euro kostet. Lt, deutschen Deutschen Rdfk |
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